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„Lesbisch, jüdisch, schwul" / [unsichtbar, verfolgt, anders?!] |   VHS Aktuell

Ausstellungen im Palais Walderdorff eröffnet

An jedem Jahresanfang um den Holocaust Gedenktag am 27. Januar zeigt die Volkshochschule Trier in Kooperation mit der AG Frieden e.V., der Katholischen Hochschulgemeinde Trier und der Evangelischen Studentinnen- und Studentengemeinde Trier eine Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus. In diesem Jahr geht es dabei um die Verfolgung Homosexueller im Dritten Reich. Das Thema wurde in Gedenken an Dr. Gertrude Schloss gewählt, die am 18. Januar 1899, also vor 120 Jahren in Trier geboren wurde. Die Journalisten und Dichterin wurde wie viele andere Triererinnen und Trierer 1941 nach Litzmannstadt deportiert und später wahrscheinlich in Kulmhof ermordet. „Als Jüdin, Lesbe, Sozialdemokratin, Feministin, Europäerin und Intellektuelle entspricht sie mehrfach den Feindbildern der neuen [nationalsozialistischen] Machthaber" wird Joachim Leser im „Statt-Führer" zu Gertrud Schloss zitiert. Gleich zwei Ausstellungen bearbeiten parallel dieses Thema.

„Lesbisch, jüdisch, schwul" vom Schwulen Museum Berlin beschäftigt sich mit Biografien von lesbischen Jüdinnen und schwulen Juden. 24, eigens für die Ausstellung recherchierte Biografien werden präsentiert. Sie repräsentieren die Erfahrungen des Nationalsozialismus: Exil, Leben im Untergrund, Deportation, Ermordung, aber auch Überleben und Wirken in der Nachkriegszeit.

Die Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen unter dem § 175 von 1900 bis 1960 mit einem lokalen Bezug zur Region Trier zeigt die zweite Ausstellung „unsichtbar, verfolgt, anders?!". Sie wurde von Schmit-z - schwul-lesbisches Zentrum Trier e.V. und Kooperationspartnern erstellt. Sie zeigt u.a. das Schicksal der Trierer Zwillinge Ernst und Leo Salomon. Leo Salomon starb 1942 in Haft; sein Bruder Ernst wurde ein Jahr später in Auschwitz ermordet. Wie Verfolgung und Stigmatisierung von Homosexuellen nach dem 2. Weltkrieg weitergingen, ist ein anderer Aspekt der Ausstellung.

Am 09.01.2019 eröffnete die Organisationsgruppe die beiden Ausstellungen. Sie werden bis zum 08.02. im Palais Walderdorff gezeigt (Montag bis Freitag 09.00 - 20.00 Uhr; Samstag10.00 - 13.00 Uhr).

Das Foto ((c) BMZ/Rudolf Fries) zeigt einen Teil der Ausstellung und zwei der Ausstellungsorganisatoren/innen Tamara Breitbach (AGF) und Vincent Maron (Schmit_Z)

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